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Arbeiten und Lernen in Europa - Mobilitätsberatung der hessischen Wirtschaft

Hierfür bieten wir ein umfangreiches Spektrum an Leistungen:

  • Beratung von Betrieben, Bildungsträgern und Bildungseinrichtungen, Auszubildenden und jungen Fachkräften zu allen Fragen rund um berufsbezogene Auslandsaufenthalte
  • Information zu verschiedenen Fördermöglichkeiten und deren Beantragung
  • Hilfestellungbei der Planung, Organisation und Durchführung von Auslandsaufenthalten und entsprechenden Vorbereitungsmaßnahmen
  • Informationsveranstaltungen und Workshops zur Vorbereitung und Durchführung von Auslandsaufenthalten
  • Unterstützung bei der Suche nach Kooperationspartnern im Ausland.

 

 Unsere Ziele sind:

  • Erhöhung der Anzahl betrieblicher Auslandspraktika von hessischen Auszubildenden und jungen Beschäftigten durch gezielte Mobilitätsberatung
  • Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der KMU
  • Steigerung der Attraktivität der dualen Ausbildung
  • Förderung des Austausches aller Beteiligten.

 

Das Projekt wird aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds gefördert.

Kurz notiert:

Mein Praktikum bei Desigual in Barcelona vom 3. März bis zum 1. April 201

Ich bin eine 21-jährige Auszubildende im Bereich Visual Merchandising (Schauwerbegestalter) im zweiten Lehrjahr. Meine Ausbildung mache ich in einem Bekleidungsunternehmen in Stuttgart, das noch 18 weitere Filialen in Süddeutschland hat. Dort haben meine zwei Kollegen und ich viele Freiheiten, wenn es um die Gestaltung von Dekopunkten und Schaufenstern geht oder um die Platzierung von Kleidungstücken und deren Präsentation. Mich hat es aber auch interessiert, wie das in anderen Unternehmen ist und inwiefern in größeren Unternehmen mit Vorlagen gearbeitet werden muss und habe mir deshalb das Unternehmen Desigual in Spanien ausgesucht, welches Filialen auf der ganzen Welt hat.

 Das Headoffice ist in Barcelona, weshalb ich mein 4-wöchiges Praktikum auch in einem Store, der sehr zentral in der Stadt gelegen ist machen durfte. Ich habe meinen Aufenthalt in ständiger Absprache mit Frau Gleede vom Hessischen Bildungswerk hauptsächlich selbstständig geplant und somit meinen Partner „Desigual“ kontaktiert und Flug und Unterkunft selbst gebucht. Schon am Flughafen von Barcelona läuft man an einem der unzähligen Desigual-Shops vorbei und sogar bei der Gepäckausgabe sind fast alle Säulen mit Werbebannern des Unternehmens verkleidet. Am nächsten Morgen wurde ich von den Mitarbeitern im Store freundlich in Empfang genommen. Zunächst wurde mir der Store gezeigt: Wie ist er aufgebaut und wo sind welche Abteilungen? Danach wurde mir erklärt in welche Themen die Kollektionen unterteilt sind und was die Besonderheiten der Bereiche „love, sex und fun“ sind. Im Wareaufbau wird zwischen verschiedenen Rückwandgestaltungsarten unterschieden. Zudem gibt es verschiedene Arten wie die Kleidung gelegt werden muss. Soll der Print gezeigt werden oder ist dieser an andere Stelle schon präsentiert und das Shirt kann zusammengelegt werden. Warum sind manche Kleidungsstücke mehrmals präsentiert und was hat das mit Bestsellern zu tun? Diese Regeln mussten während des gesamten Aufenthalts beachtet werden. Zudem gibt es Vorlagen aus der Zentrale, welche an alle Filialen weltweit versendet werden, sodass sich das Unternehmen auf der ganzen Welt gleich präsentiert und von allen Menschen wiedererkannt werden kann. Zu meinen täglichen Aufgaben zählte das Durchgehen der Bestsellerlisten, das Verlagern von Kleidungsstücken an Stellen, an denen der Artikel möglicherweise besser verkauft werden kann, das Einpflegen neuer Ware in die bestehende Kollektion und das Umziehen der Figuren, welche im Laden verteilt sind. Natürlich habe ich an einigen Tagen auch den Verkauf unterstützt, vor allem, wenn deutsche oder österreichische Touristen den Laden besucht haben und Beratung benötigt haben. Vereinzelt gab es abends Schulungsveranstaltungen, an denen die Ware im ganzen Shop umgebaut wurde und bis um zwei Uhr Nachts gearbeitet wurde, bis das neue Visual Merchandising Konzept stand. Doch dadurch, dass das die Mitarbeiter des Shops einem wie eine gastfreundliche Familie vorkamen war das gar kein Problem und hat sogar Spaß gemacht. Nach Arbeitsschluss sind ein paar der Kollegen auch noch etwas trinken oder Tapas essen gegangen, sodass ich auch einen Eindruck vom Leben der Catalanen bekommen konnte. Verständigt haben wir uns meist auf Englisch aber auch etwas auf Spanisch oder Französisch. Durch die lockere Art der Kollegen, war es aber auch überhaupt kein Problem, wenn das ein oder andere Wort einmal nicht verstanden wurde. Falls Fragen gewesen wären hätte ich mich jederzeit an spanische Kollegen wenden können oder an meine Ansprechpartnerin von Desigual in Spanien und Deutschland sowie an Frau Gleede vom hessischen Bildungswerk, die mir jederzeit ihre Hilfe anbot. In meiner Freizeit konnte ich viele Flohmärkte, Museen und weitere Bauwerke von namhaften Architekten wie Antoni Gaudi besuchen. Ich habe mir auch ein Rad gemietet um an das Meer zu gehen und noch mehr von der Stadt zu sehen. Außerdem habe ich von meiner Mitbewohnerin, die Grafikdesignerin war sehr gute Tipps bekommen, was ich unternehmen kann und was für mich interessant sein könnte. Ich würde das Praktikum jederzeit wiederholen, da es mich nicht nur mit dem Wissen, das meinen Beruf betrifft, sondern auch in der Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Kulturen und in der Sicherheit im Umgang mit Fremdsprachen weitergebracht hat. Zudem habe ich viele nette Leute kennengelernt, die ich sicherlich in Zukunft im einen oder anderen Urlaub wieder besuchen werde, da Barcelona wohl für immer eine meiner Lieblingsstädte bleiben wird. Ich bin vor allem meinem Chef sehr dankbar, dass er so offen war und mich jederzeit in meiner Unternehmung bestärkt hat - das ist nicht selbstverständlich. Und ich empfehle jedem Azubi, der die Möglichkeit zu einem Praktikum hat, dieses wahrzunehmen. 

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Europa im Verbund - Erfahrungsbericht

Durch das Leonardo da Vinci Programm hatte ich die Chance, meine Ausbildung im Rahmen eines 4-wöchigen Auslandsaufenthaltes in einer großen Versicherungs-Direktion in Irland zu ergänzen. Da ich sonst in einem sehr kleinen Betrieb im Rheingau arbeite, konnte ich nicht nur das Arbeiten in einem Team besser erlernen, sondern ich war die ganze Zeit in einem internationalen Team tätig und musste zwangsweise englisch und deutsch sprechen. Der Europass und dessen Inhalt werden mir im weiteren Berufsleben viele Türen öffnen. Da das Land selbst und auch die Kultur der Leute komplett anders sind, hat das Projekt auch enorm zu meiner menschlichen Entwicklung beigetragen. Ich hatte 4 Wochen lang Zeit für mich und meine Erfahrungen, was ich in Deutschland sonst immer mit Freunden und der Familie teile.

Gerne blicke ich auf die Zeit zurück, da mir eine solche Möglichkeit wahrscheinlich nie wieder eröffnet wird. Ich bedanke mich beim Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. und den Mitarbeiterinnen, die mich während der ganzen Zeit begleitet haben.

 

Name:Francesca K., 18 Jahre

Ausbildung zum: Kauffrau für Versicherungen und Finanzen

Ausbildungsbetrieb: finavision GmbH Europäischer

Kooperationsbetrieb: Canada Life assurance europe ltd.

 

Francesca K.

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