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Bundesfreiwilligendienst

Seit dem 01.07.2011 ist der Bundesfreiwilligendienst der offizielle Nachfolger des Zivildienstes.Der BFD ist eine tolle Option, sei’s nach der Schule, nach dem Studium oder sogar während des Jobs; es gibt jede Menge Möglichkeiten, wie er gestaltet werden kann. Man muss sich das Ganze nur einmal genauer anschauen.

Grundsätzlich ist der BFD ein Weg, sich sozial zu engagieren. Das heißt, dass alle, die die Pflichtschulzeit absolviert haben, in verschiedenen Einrichtungen tätig werden können. Damit soll vor allem das Loch gefüllt werden, welches der Wegfall der Zivildienstleistenden in Einrichtungen wie den Arbeiter-Samariter-Bund oder die Caritas gerissen hat.

Doch erst einmal gilt es, das wohl größte Fragezeichen auszuradieren: Bundes“freiwilligen“dienst – krieg ich dafür Geld? Die schlechte Nachricht: Man wird nicht bezahlt – die Tätigkeit gilt als ehrenamtlich. Die gute Nachricht: Geld gibt’s trotzdem. Denn das, was man monatlich verdient, ist sozusagen ein Art Taschengeld. Das ist von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich hoch, die monatliche Höchstgrenze liegt aber bei 357€. Dazu kommen oft kostenlose Arbeitskleidung, Verpflegung und Unterkunft, kostenfreie Seminare zur Weiterbildung sowie die Übernahme der Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Und wenn man fertig ist, bekommt man auch ein qualifiziertes Zeugnis mit auf den weiteren Lebensweg.

Weitere Unklarheit: WO kann ich das überhaupt machen? Die Antwort auf diese Frage stellt sich schon viel einfacher dar: eigentlich fast überall. Denn sowohl in kulturellen, als auch in ökologischen und sozialen Bereichen werden Freiwillige gesucht. Das heißt, man kann in Museen Führungen machen, im Wattenmeer seltene Tierarten zählen oder sich in Kindergärten mit Mandalas und Sandkuchen beschäftigen – es gibt mehr freie Stellen als passende Freiwillige dazu.

Ein weiterer, wichtiger Faktor ist die Länge des BFD. Als Regeldauer gilt 1 Jahr, verpflichten muss man sich aber nur für mindestens 6 Monate. Es gibt allerdings Bereiche, in denen ein längerer Einsatz vorausgesetzt wird, da die Einarbeitung schon recht lange dauert, z.B. als Rettungssanitäter. In besonderen Fällen kann man den Arbeitseinsatz auch auf 24 Monate ausweiten.

Die Arbeitszeit für Jugendliche wird dabei bei 40 Wochenstunden angesetzt, also quasi als Vollbeschäftigung. Ab dem Alter von 27 Jahren kann auch ein Teilzeitmodell von mindestens 20 Stunden pro Woche gewählt werden, da Freiwillige in dieser Altersgruppe oft bereits Familie und somit zusätzliche Verpflichtungen haben.

Also egal, ob man gerade mit der Schule fertig geworden ist, nach einer Babypause wieder ins Berufsleben einsteigen oder sich als älterer Mensch noch sozial engagieren will: Es gibt keine Grenzen, aber umso mehr Gründe, die für den BFD sprechen. Denn man sammelt Berufserfahrung, lernt unheimlich viele Leute kennen, fordert sich oftmals selbst heraus und kann einfach viel Neues probieren – aber vor allem anderen Menschen helfen. Denn was gibt es Schöneres, als seinem Gegenüber ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern?

Viele Informationen rund um den BFD findet man im Internet unter www.bundesfreiwilligendienst.de, bei den jeweiligen Einrichtungen oder bei der Informationshotline des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) unter 0221-36730. Zusätzlich sind für das BAFzA in ganz Deutschland Regionalbetreuer als Außendienstler im Einsatz. Also – einfach nachfragen und bewerben! 

Kurz notiert:

  • In 4 Schritten zum Bundesfreiwilligendienst:

    1. Auf bundesfreiwilligendienst.de in der Börse nach interessanten freien Plätzen suchen, den zuständigen Regionalbetreuer kontaktieren oder bei den Zentralstellen nachfragen. Oder Sie sprechen einfach eine interessante Einrichtung an.

    2. In der Einsatzstelle nach den Details des Platzes fragen.

    3. Einen Termin für ein Kennenlerngespräch vereinbaren.

    4. Wenn es passt: Vertrag unterschreiben und Dienst antreten.

    Quelle: bundesfreiwilligendienst.de