Gesundheits- und Pflegeberufe

Altenpfleger/-in

Betreut und pflegt hilfsbedürftige ältere Menschen. Unterstützt diese bei der Alltagsbewältigung, berät sie, motiviert sie zu sinnvoller Beschäftigung und Freizeitgestaltung und nimmt pflegerisch-medizinische Aufgaben wahr. Ebenfalls begleiten sie Angehörige und weisen diese in Pflegetechniken ein. Auch therapeutische Aufgaben zählen zu ihren Tätigkeiten.

Schulabschluss 
Perspektiven 
  • Bachelor - Gerontologie
  • Bachelor - Gesundheitsförderung, -pädagogik
  • Bachelor - Medizin-, Pflegepädagogik
  • Bachelor - Pflegemanagement, -wissenschaft
  • Bachelor - Soziale Arbeit
  • Betriebswirt/-in - Management im Gesundheitswesen
  • Betriebswirt/-in - Sozialwesen
  • Fachaltenpfleger/-in - Klinische Geriatrie und Rehabilitation
  • Fachaltenpfleger/-in - Onkologie
  • Fachaltenpfleger/-in - Palliativ- und Hospizpflege
  • Fachaltenpfleger/-in - Psychiatrie
  • Fachwirt/-in - Alten- und Krankenpflege
  • Gepr. Fachwirt/-in - Gesundheits- und Sozialwesen
  • Lehrkraft - Schulen im Gesundheitswesen
  • Mentor/-in - Pflegeberufe
  • Pflegedienstleiter/-in
  • Staatl. anerk. Stationsleiter/-in - Krankenpflege/Altenpflege oder Kinderkrankenpflege
  • Staatl. gepr. Fachwirt/-in - Organisation und Führung - Sozialpädagogik

Kurz notiert:

  • Dreijährige Umschulungen in der Altenpflege können seit dem 01. April 2013 - befristet bis zum 31. März 2016 - voll finanziert werden.

Weitere Informationen:

Kristopher (26): „In der Pflege bin ich – ich selbst!“

Seine Augen strahlen, wenn Kristopher von den alten Menschen spricht, die er bei EVIM betreut. „Der Beruf macht mir total viel Spaß“, bringt es der 26-Jährige, der eine Ausbildung bei EVIM - dem Evangelischen Verein für Innere Mission in Wiesbaden - macht, auf den Punkt.

Seine Augen strahlen, wenn Kristopher von den alten Menschen spricht, die er bei EVIM betreut. „Der Beruf macht mir total viel Spaß“, bringt es der 26-Jährige, der eine Ausbildung bei EVIM - dem Evangelischen Verein für Innere Mission in Wiesbaden - macht, auf den Punkt.

Der gelernte Koch ist im dritten Ausbildungsjahr zum examinierten Altenpfleger und kann wählen, ob er nach seiner Ausbildung im Altenpflegeheim tätig sein will, in einem Krankenhaus oder in den ambulanten Pflegebereich wechseln möchte.

„In der Pflege bin ich -  ich selbst. Wir sind für die Bewohner Teil der Familie. Das ist ein schönes Gefühl“, sagt Kristopher. Wenn er im Seniorenzentrum durch „seinen“ Wohnbereich geht, rufen und winken ihm mehrere ältere Damen und Herren freundlich zu. Sie alle schätzen den sympathischen jungen Mann, mit dem sie gerne plaudern. Er weckt sie zum Frühstück, hilft beim Waschen, Anziehen und Essen oder sorgt für Abwechslung im Heimalltag, indem er mit "seinen" Bewohnern spazieren geht. Die sind von Herzen dankbar für die Zeit, die er ihnen schenkt.

Carla Kaiser, seine Ausbilderin an der Evangelischen Altenpflegeschule in Wiesbaden findet: "Jeder Tag mit den alten Menschen ist anders." Und sie weiß, dass Kristopher‘s Beruf Zukunft hat: "Wer examinierter Altenpfleger ist, kann sich seinen Job quasi aussuchen." Altenpfleger sind überall in Deutschland heiß begehrt, schließlich gibt es immer mehr alte Menschen. Kristopher will nach der Ausbildung erst einmal Erfahrungen  im Job sammeln. Später würde ihn die Position eines Wohnbereichsleiters reizen.

Inzwischen hat Kristopher seinen Job auf Station gegen den mobilen Dienst eingetauscht. Mit dem Dienstwagen fährt er von Patient zu Patient. Erledigt den Haushalt, stutzt dem einen den Bart, hilft der anderen beim Wechseln der Stützstrümpfe. Aber vor allem unterhält sich Kristopher mit den alten Leuten: "Es ist unglaublich, was die alles über die deutsche Geschichte wissen!" Klar bleiben auch Generationenkonflikte nicht aus. Viele sind streitlustig. Aber Kristopher hat gelernt, ruhig zu bleiben. "Für viele bin ich der einzige, mit dem sie überhaupt noch streiten können", weiß er.

Verständnis von Familie und Freunden

Wie haben Freunde und Familie auf sein neues Berufsziel reagiert? „Die meisten haben Respekt davor, dass ich mit alten Menschen und auch mit Sterbenden umgehen kann, dass ich ein Wegbegleiter in ihrem letzten Lebensabschnitt bin. Sie wundern sich manchmal darüber, dass ich das kann“, sagt Kristopher. Kommt das Umfeld denn auch mit den unregelmäßigen Arbeitszeiten klar? Kristopher: „Meine Eltern unterstützen mich total bei der Ausbildung. Außerdem habe ich einige Freunde, die in der Gastronomie arbeiten und die es gewohnt sind, auch nicht nur zwischen 8 und 17 Uhr zu arbeiten. Deshalb sind unsere Spät-, Wochenend- und Feiertagsdienste absolut kompatibel. Das passt.“

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Die Würde des Menschen ist unantastbar

Altenpflege-Ausbildung kommit – Internationales Bildungszentrum Rhein-Main für Pflegeberufe

Die Würde des Menschen ist unantastbar – eine Maxime, vor der das Alter leider nicht halt macht. Vielen Menschen nimmt das Alter die Würde – sie können sich nicht mehr selbst versorgen, nicht alleine Nahrung zu sich nehmen, sich waschen oder ausgehen. Den Menschen dennoch ein Leben in größtmöglicher Würde zu ermöglichen durch eine kompetente und aufmerksame Pflege, dafür sind Altenpfleger und Altenpflegehelfer da. Ausgebildet werden sie z.B. bei kommit, einer staatlich anerkannten Altenpflegeschule in Frankfurt. 

2008 gegründet ist kommit ein noch junges Unternehmen, das sich aber durch sein Alleinstellungsmerkmal bereits einen Namen gemacht hat: In unserer kulturell so vielfältigen Gesellschaft gibt es auch immer mehr ältere Migranten, die der Pflege bedürfen. Ebenso gibt es aber auch immer mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund, die diesen Beruf ergreifen können und möchten. Das Stichwort: Kultursensible Altenpflege. Das Eingehen auf die ganz speziellen Werte und Normen der jeweiligen Kultur machen die Pflege durch bei kommit ausgebildete Altenpfleger zu einer wertvollen Dienstleistung für alte Menschen.

Ein Wert, den auch die Altenpflegeschüler ihrerseits schnell kennenlernen, wenn sie merken, wie dankbar die Pflegebedürftigen ihnen für ihre Hilfe sind. Aufgrund der Vielzahl von pflegebedürftigen Menschen sind die Berufsaussichten als Altenpfleger extrem gut. Überall werden Fachkräfte dringend benötigt, so auch in der Altenpflege.

Karl van Engelen, Geschäftsführer bei kommit, stellt die besondere Stärke der Schule heraus: „Wir tragen besonders der Tatsache Rechnung, dass ca. 50 Prozent unserer Auszubildenden einen Migrationshintergrund haben. Das heißt im Einzelnen sprachbegleitende Hilfen, spezielle Literatur zur Fachsprache Pflege in der Altenpflege und die Berücksichtigung der islamischen Feiertage.“ Darüber hinaus bietet kommit im Rahmen der Ausbildung während der Theorieblöcke auf freiwilliger Basis Wiederholungs- und Vertiefungsunterricht an, Ergänzungsunterricht zur Fachsprache Pflege und individuelle Beratungen zur Lernstandsanalyse an. So kann jeder Schüler selbst sicherstellen, dass er, auch was die Theorie angeht, optimal vorbereitet ist auf seinen späteren Berufsalltag. Denn bereits heute treffen Altenpfleger auf Pflegebedürftige, die medizinisch „aufgeklärter“ sind und Leistungen und Kosten hinterfragen. Dies bedeutet sowohl in der Aus- als auch in der Weiterbildung, bei den Lernenden ein hohes Maß an kommunikativen Fähigkeiten zu entwickeln, damit Leistungen für den Pflegebedürftigen verständlich und einsichtig werden und er oder seine Bezugspersonen in Entscheidungsprozesse integriert werden.

Die Ausbildung zum Altenpfleger dauert drei Jahre. Bei kommit werden jedes Jahr 50 neue Auszubildende angenommen. Wer sich für eine Ausbildung bei kommit interessiert, sollte einen Real- oder Hauptschulabschluss (nach zehn Jahren) nachweisen können, ebenso ein polizeiliches Führungszeugnis, um die unbedingte Zuverlässigkeit zu belegen; gute Noten in den Fächern Deutsch, Biologie, Physik, Geschichte , Ethik und Gesellschaftslehre erleichtern den Schülern die Auseinandersetzung mit den Inhalten der Pflegeausbildung. Darüber hinaus sind die Freude am Umgang mit Menschen, die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung sowie die Bereitschaft im Team zu arbeiten, wichtige Voraussetzungen. Da schon in der Ausbildung in Schichtdienst gearbeitet wird, und später im Berufsleben erst recht, werden auch eine gewisse Flexibilität sowie Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit erwartet. Der frühestmögliche sinnvolle Bewerbungstermin ist für Schulabsolventen nach dem Halbjahreszeugnis im Februar eines jeden Jahres. Bei kommit kann man sich aber ganzjährig bewerben. 

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